Jan-Paul Möllmann Abgeordneter beim Jugend-Landtag NRW

5. Juli 2018

Der Landtag von Nordrhein-Westfalen hatte in der letzten Woche Jugendliche aus dem ganzen Land eingeladen, um für drei Tage die Plätze der Abgeordneten einzunehmen und eine Plenarwoche zu simulieren. Jan Paul Möllmann aus dem SPD-Ortsverein Barop hatte sich bei der örtlichen Landtagsabgeordneten Anja Butschkau beworben und zog so als ihr „Double“ in den 9. Jugend-Landtag NRW ein.

Für den 19-jährigen Fachabiturienten war die Teilnahme „eine mega Erfahrung“. Als Abgeordneter der 69-köpfigen SPD-Fraktion beeindruckte ihn, dass „wir immer einen Kompromiss gefunden haben, auch wenn wir in der Fraktion nicht einer Meinung waren. Wir sind immer mit einer superklaren Linie in die Diskussion mit den anderen Fraktionen gegangen.“

Gut fand Möllmann auch das Zusammengehörigkeitsgefühl in der SPD-Fraktion. „Auch außerhalb des offiziellen Programms haben wir viel zusammen unternommen und über aktuelle politische Themen diskutiert. Es war klasse, welch großes Interesse es an Politik gab. Wir wollen weiter in Kontakt bleiben.“

Der Jugend-Landtag diskutierte in den drei Tagen über ein NRW-weites Azubi-Ticket, das auch für Teilnehmer*innen von Freiwilligendiensten gelten soll, über die geplante Änderung des NRW-Polizeigesetzes, die Erhöhung des Mindestlohns und Informatik als Pflichtfach an Schulen. In Fraktions- und Ausschusssitzungen, Anhörungen und der großen Plenarsitzung wurden parlamentarische Prozesse simuliert.

Die Beschlüsse des Jugend-Landtags haben zwar keine Bindung, werden aber in einer der nächsten Plenarsitzungen von den „richtigen“ Landtagsabgeordneten aufgerufen und debattiert. Möllmann: „Vielleicht sind unsere Beschlüsse ja ein hilfreicher Impuls für den Landtag, der am Ende auch umgesetzt wird.“

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