Betrifft Barop

Groß Barop mit Haus Wolf, Foto: Stefan Kunzmann

Barop liegt im Südwesten von Dortmund nahe der Technischen Universität Dortmund im Stadtbezirk Hombruch. Der Stadtteil besteht aus den eher dörflichen Ortskernen Groß-Barop und Klein-Barop, den eher städtisch geprägten südlichen Bereichen um die Stockumer Straße und den Bahnhof Dortmund-Barop sowie dem 2001 eingegliederten Ortsteil Schönau. Durch Barop fließen die Emscher sowie der Rüpingsbach, welcher in Schönau in die Emscher mündet.

Barop hat 7.493 Einwohner (Stand 31.12.2010) und eine Fläche von 1,96 km².

Geschichte

Durch archäologische Funde ist eine germanische Siedlung im Bereich des Ortes Barop bereits aus den Jahren um 500 n. Chr. belegt. 1229 wurde Barop unter dem Namen Bardorpe erstmals urkundlich erwähnt und diente seit dem frühen Mittelalter als Rittersitz der Ministerialenfamilie Badorpe (später Barop).

Am 1. August 1929 wurde Barop nach Dortmund eingemeindet.

Margarethenkapelle, Foto: Stefan Kunzmann

Die Margarethenkapelle

Das älteste noch erhaltene Gebäude des Stadtteils ist die Margarethenkapelle aus dem 14. Jahrhundert, ursprünglich eine Filiale von St. Reinoldi. Die der hl. Margaretha geweihte Kapelle wurde nach dem Muster der westfälischen Hallenkirchen mit gerade geschlossenem Chor errichtet. 1348 wird das Gebäude erstmals urkundlich erwähnt. 1655 wird Barop eine eigenständige evangelische Kirchengemeinde. 1829 wurde das ursprüngliche Langhaus abgetragen und unter Erhalt des Chors neu errichtet. An der Ostseite finden sich heute einige verwitternde Grabsteine aus der Zeit um 1800.

Zerstörung und Wiederaufbau

1647 zerstörte ein Feuer den Stadtteil nahezu komplett. Nach der Einweihung der Bahnstrecke Elberfeld–Dortmund durch die Bergisch-Märkische Eisenbahn-Gesellschaft am 20. Dezember 1848 entwickelte sich um den Bahnhof herum ein Siedlungszentrum und städtische Strukturen entstanden. Gegen Mitte des 19. Jahrhunderts umfasste das Amt Barop innerhalb des Landkreises Dortmund und später des Kreises Hörde einen großen Teil der umliegenden Bereiche. 1888 kam es zu einer Aufteilung in kleinere Ämter, wie das Amt Kirchhörde. Mit der Auflösung des Landkreises Hörde im Jahr 1929 wurde auch Barop nach Dortmund eingemeindet und mit der Gemeindereform 1975 schließlich in den neu gebildeten Stadtbezirk Hombruch eingegliedert. Seit 2001 gehört auch der zuvor eigenständige Stadtteil Schönau nördlich von Klein-Barop zu Barop.

Geografische Lage

Der Ort liegt auf einer durchschnittlichen Höhe von 99 m ü. NN. Da sich die Siedlungsgebiete jedoch vom Tal des Rüpingbachs bis auf den Ostenberg erstrecken, sind deutliche Höhenunterschiede vorhanden.

Alle Nachbarorte sind ebenfalls Dortmunder Stadtteile, nach Westen schließt sich Eichlinghofen an, im Südwesten Menglinghausen. Im Südosten grenzt Barop an Hombruch, im Osten an Renninghausen und im Nordosten schließt sich an das ebenfalls zu Barop gehörige Schönau bereits die Dortmunder Innenstadt an. Im Norden begrenzt die B 1 den Stadtteil, die Gebiete nördlich dieser Straße gehören zu Dorstfeld.

Von Süden nach Norden durchfließt der Rüpingsbach den Ort Barop, in Schönau mündet dieser in die Emscher.

Verkehr

Die wichtigsten Verkehrsverbindungen in Barop sind die Stockumer Straße, eine Ost-West-Verbindung zwischen Hörde und Bochum, und der Krückenweg, der Barop mit der Dortmunder Innenstadt verbindet.

Barop wird von der Stadtbahnlinie U 42 durchquert, die ebenfalls eine Verbindung zum Dortmunder Stadtzentrum und darüber hinaus nach Grevel darstellt. Ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt für den Dortmunder Südwesten ist die Haltestelle Barop Parkhaus, an der neben der Stadtbahn mehrere Buslinien halten. Etwas weiter südlich existiert auch der Bahnhof Dortmund-Barop, an dem die S-Bahn-Linie 5 von Dortmund nach Hagen hält. Eine Verlegung des Bahnhofs in die Nähe der Haltestelle Barop Parkhaus ist seit längerem im Gespräch, da er derzeit kaum ins Stadtverkehrsnetz eingebunden ist. Eine Umsetzung ist jedoch in der nächsten Zeit nicht zu erwarten.

Wirtschaft

Im Bereich des heutigen Stadtteils Hombruch, dessen Gebiet damals zu Barop gehörte, wurde bereits im 18. Jahrhundert Kohle abgebaut, der noch heute bestehende Bahnhof wurde zur Abfuhr der geförderten Kohlen in der Nähe der Zeche Louise Tiefbau angelegt. Auch mehrere Unternehmen der Schwerindustrie siedelten sich in dessen Nähe an. Die Kohleförderung im Baroper Revier wurde mit der Stilllegung der Zeche Glückauf-Tiefbau im Jahr 1925 eingestellt, die Baroper Maschinenfabrik wurde kurz darauf im Jahr 1932 abgewickelt.

Aber auch der Name Hoesch ist über lange Jahre mit Barop verbunden: Die Hoesch AG kaufte und betrieb ebenfalls im Süden des Stadtteils mehrere Stahl- und Walzwerke, erst Ende der 1970er Jahre schloss das Baroper Rohrwerk als letztes Hoesch-Unternehmen des Stadtteils. Heute befinden sich auf dem ehemaligen Hoesch-Gelände östlich des Bahnhofs mehrere mittelständische Firmen aus dem metallverarbeitenden Bereich und der Energietechnik sowie ein Einkaufszentrum.

Quelle: Wikipedia.

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